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Wenn dein Kiefer festhält, passt er auf dich auf
Ein fester Kiefer oder eine Zunge, die nach hinten rutscht, fühlen sich beim Singen oft hinderlich an. Dabei sind sie etwas ganz Wunderbares, nämlich Schutz. Warum der Kaumuskel im Verhältnis zu seiner Größe der stärkste Muskel ist, wie eng Zunge und Kehlkopf verbunden sind und warum Loslassen mit Sicherheit beginnt: ein paar Gedanken über Kiefer und Zunge.
Singen ist nicht dasselbe wie Ausatmen
Beim Singen kommt Luft aus uns heraus, also ist Singen doch Ausatmen, oder? Nicht ganz. Warum deine Stimmlippen hunderte Male pro Sekunde schwingen, warum die Einatemaktivität beim Singen bleiben darf und was die alten italienischen Gesangsmeister mit dem Trinken des Tons meinten: ein paar Gedanken darüber, was mit deinem Atem passiert, wenn du singst.
Aufrichtung ist kein Hochziehen
Richte dich auf, und fast alle ziehen sich nach oben. Dabei entsteht Aufrichtung ganz woanders, nämlich unten, im Kontakt mit dem Boden. Warum Astronaut:innen im All größer werden, was Babys uns über das Aufstehen zeigen und warum Stehen eigentlich Bewegung ist: ein paar Gedanken über die Schwerkraft und darüber, was sie mit deiner Stimme zu tun hat.
Mein Weg zum VocalOrbit
Im Sommer 2026 habe ich meinen Einzelunterricht beendet, und seitdem ist etwas ganz Neues entstanden. Ich erzähle dir, wie es zum VocalOrbit kam, was in den letzten Monaten alles gewachsen ist und warum ich mich so sehr auf den Start freue.
WARUM DU STAGNIERST, OBWOHL DU ALLES “RICHTIG” MACHST
Du übst. Du gehst in den Unterricht. Du nimmst Feedback an, probierst Neues aus, hörst genau hin. Du nimmst dir Zeit dafür, nimmst es ernst, gibst nicht auf, auch wenn es langsam geht. Und trotzdem: Da ist dieser eine Punkt, der sich nicht löst. Dieses eine Register. Diese Erschöpfung nach Konzerten, die sich falsch anfühlt. Dieses Gefühl, auf der Stelle zu treten, obwohl du alles gibst.
Wenn du das kennst, dann lass mich dir etwas sagen: Du machst wahrscheinlich gar nicht so viel falsch. Aber du arbeitest möglicherweise am falschen Ort.
WAS EIN LEERER SAAL DICH LEHRT
Es gibt Konzerte, bei denen alles stimmt. Der Raum ist voll, die Energie trägt einen, die Band ist in einem dieser Abende, an denen alles fließt, an denen man das Gefühl hat, man könnte ewig weiterspielen. Jeder Ton landet. Das Publikum atmet mit.
Und dann gibt es die anderen.
WAS MICH MEINE BAND ÜBER MUSIK GELEHRT HAT
Wenn ich ehrlich bin, habe ich das meiste, was ich über Musik weiß, nicht im Unterricht gelernt. Ich habe es von Manuel, Maurice und Max gelernt. In Proben, auf Bühnen, auf langen Autofahrten und in Momenten, in denen ich einfach zugehört habe. Nicht als Schülerin. Als jemand, der mittendrin war und aufgesaugt hat, was um sie herum passiert ist.
Das fing mit den Grundlagen an.
WIE WIR UNSERE ALBEN AUFGENOMMEN HABEN
Es gibt Alben, die entstehen in monatelangen Studiosessions. Track für Track, Instrument für Instrument, Schicht für Schicht. Billie Eilish hat ihre frühen Songs in winzigen Segmenten aufgenommen, Phrase für Phrase, manchmal Silbe für Silbe. Das klingt gut. Das klingt sehr gut.
Wir haben das bisher anders gemacht.
WENN DU SINGST, ABER NICHT ANKOMMST
Es gibt eine bestimmte Art von Erschöpfung nach dem Singen, die ich auch sehr gut kenne. Nicht die gute. Nicht das befriedigte Müdesein nach einem langen Konzertabend, wenn man im Auto sitzt und die Stille um sich herum als wohlverdient empfindet. Sondern die andere. Die, bei der man merkt: Ich habe gearbeitet. Zu viel. An Dingen, die sich noch nicht gelöst haben. Die, die sich nicht wie Erschöpfung vom Geben anfühlt, sondern wie Erschöpfung vom Kämpfen.
10 DINGE, DIE DU IN EINEM JAZZKONZERT BESSER LÄSST
Wir freuen uns, wenn du kommst. Wirklich unfassbar arg. Ohne dich kein Publikum und ohne Publikum kein Konzert. Und falls wir dein erster Berührungspunkt mit Jazzclubs sind, hier ein paar nützliche Tipps. :-)
HEISER NACH DEM KONZERT. UND WAS Dir Das SAGEN WILL.
Wenn ich ehrlich bin, habe ich das meiste, was ich über Musik weiß, nicht im Unterricht gelernt. Ich habe es von Manuel, Maurice und Max gelernt. In Proben, auf Bühnen, auf langen Autofahrten und in Momenten, in denen ich einfach zugehört habe.
Das fing mit den Grundlagen an…
WIE EIN SET ENTSTEHT. ODER: DIE STILLE KUNST DES ABENDS
Eine Setliste sieht von außen simpel aus. Ein paar Songtitel, eine Reihenfolge, fertig. Was dahinter steckt, ist eine kleine Dramaturgie. Manchmal eine große.
Wir verbringen Zeit damit, ein Set zu bauen, denn die Reihenfolge verändert alles. Ein Abend hat eine Kurve, die man entweder gestaltet oder dem Zufall überlässt. Und wir überlassen sie nicht gerne dem Zufall.
Let’s talk about it - Menopause
Heute geht es mal um die reifere Frauenstimme und warum diese in der Peri- und Menopause besonders viel zählt
Es gibt Momente, in denen man singt und plötzlich merkt: Hier bin ich. Nicht auf einer Bühne, nicht für andere, einfach bei sich. Singen kann das. Es ist eine der direktesten Formen, sich selbst zu spüren, den Körper zu bewohnen, Emotionen rauszulassen, die sonst keinen Platz finden.
Lampenfieber – Feind oder stiller Verbündeter?
Es gibt diesen einen Moment kurz vor dem Auftritt. Man steht hinter der Bühne, hört das Stimmengewirr des Publikums, spürt das Kribbeln in den Händen. Manche nennen es Vorfreude. Andere nennen es Angst. Für viele Musiker:innen ist es beides gleichzeitig, und dieser Zustand hat einen Namen, den fast alle kennen: Lampenfieber.
Veränderung im Innen und im Außen
Der Wunsch nach Veränderung war schon länger da. Ich habe ihn immer wieder gespürt, mal stärker, mal schwächer. Aber ich habe ihn auch oft zur Seite geschoben, weil der Alltag einfach gut funktioniert hat.
Und dann wurde es plötzlich klar. Und in dem Moment ging die Entscheidung ziemlich schnell.
Seit über 15 Jahren unterrichte ich Gesang. In dieser Zeit ist etwas unglaublich Wertvolles entstanden. Eine große, lebendige Gesangsklasse, viele Begegnungen, Entwicklungen und Vertrauen. I…
Die “RICHTIGE” Atmung (2)
Es ist mal wieder Zeit, sich mit der Atmung zu befassen. Nach dem ersten Artikel haben mich einige Rückmeldungen, Fragen und Gedanken von euch erreicht. Vielen Dank für euer Interesse, eure Neugier und dafür, dass ihr eure Erfahrungen geteilt habt. Es ist so schön zu sehen, wie offen ihr die Impulse aufnehmt und wie engagiert ihr sie für euch ausprobiert.
Aus diesen Nachrichten habe ich ein Thema herausgegriffen, das besonders häufig genannt wurde oder nach einer Vertiefung gerufen hat: “Was ist für das Singen günstig? Soll ich durch die Nase oder den Mund einatmen?”
Wenn auf der Bühne etwas schiefgeht …
Der Moment, in dem man die Bühne betritt, ist voller Spannung: Vorfreude, Stolz und manchmal Lampenfieber. Doch egal, ob das iPad streikt oder ein Songtempo plötzlich fremd wirkt, die Musik findet ihren Weg. Was dafür sorgt, dass Abläufe auch unter Stress funktionieren erfährst du in diesem Blogartikel.
Voice Hub: warum ich diesen Raum für Stimme ins Leben gerufen habe
Es gibt Dinge, die entstehen nicht aus einem Businessplan, sondern aus einem inneren Bedürfnis. Voice Hub ist genau so entstanden. Aus dem Gefühl heraus, dass es für Sängerinnen und Sänger zwar unendlich viele Informationen, Übungen und Methoden gibt, aber viel zu wenige Orte, an denen man wirklich in Ruhe und ohne Druck herausfinden darf, was die eigene Stimme eigentlich braucht.
Mut zur Präsenz
Im Blog “FÜR ALLE, DIE SICH MIT IHRER STIMME MANCHMAL IM ZWEIFEL VERLIEREN” habe ich zusammengefasst geschrieben: Du musst nicht perfekt sein, um dich zu mögen. Du darfst Fehler machen, Brüche haben, spielen und dich entdecken. Jetzt geht es darum, die Stimme wirklich zu leben. Nicht nur zu üben oder aufzunehmen, sondern sie in die Welt zu tragen.
10 großartige Scat-Solos
Scat war nie nur Spielerei und schon gar keine Männerdomäne. Viele der radikalsten, virtuosesten und eigenständigsten Improvisationsansätze im Jazz kommen von Frauen. Diese 10 Scat-Solos zeigen, wie vielfältig, mutig und zeitlos vokale Improvisation sein kann. Zuerst hatte ich zu jedem Solo etwas geschrieben, was man hören kann und was mich fasziniert, aber dann habe ich alles wieder gelöscht. Hört sie euch einfach an. Genießt es, spürt, was diese Scat-Solos mit euch machen, und lasst euch inspirieren. Achtet auf die kleinen Details, die Pausen, die rhythmischen Verschiebungen und die unerwarteten Wendungen. Beobachtet, wie jede Sängerin ihren Charakter, ihre Haltung und ihre Stimme auf einzigartige Weise einsetzt. Es geht nicht darum, perfekt zu werden, sondern darum, Musik zu erleben, zu fühlen und mit ihr in Resonanz zu treten. Lasst euch von der Freiheit, dem Mut und der Präsenz dieser Künstlerinnen anstecken und findet euren eigenen Weg, Scat und Improvisation zu entdecken.