Veränderung im Innen und im Außen

Wenn die eigenen Wünsche mit solcher Klarheit auftauchen, dass kein Weg mehr daran vorbeiführt, wird deutlich, dass es Zeit ist, auch im Außen etwas zu verändern.

Der Wunsch nach Veränderung war schon länger da. Ich habe ihn immer wieder gespürt, mal stärker, mal schwächer. Aber ich habe ihn auch oft zur Seite geschoben, weil der Alltag einfach gut funktioniert hat.

Und dann wurde es plötzlich klar. Und in dem Moment ging die Entscheidung ziemlich schnell.

Seit über 15 Jahren unterrichte ich Gesang. In dieser Zeit ist etwas unglaublich Wertvolles entstanden. Eine große, lebendige Gesangsklasse, viele Begegnungen, Entwicklungen und Vertrauen. Ich weiß, wie viel der Unterricht meinen Schüler:innen bedeutet. Und ich weiß auch, wie viel er mir bedeutet hat. Die gemeinsame Arbeit an der Stimme, diese kleinen und großen Aha Momente, das Suchen, Finden und Verstehen, all das ist für mich super besonders.

Und gleichzeitig ist da etwas anderes passiert.

Mein Unterricht ist gewachsen. Immer weiter. Immer voller. Und irgendwann so sehr, dass kaum noch Raum geblieben ist für anderes. Für meine eigene künstlerische Arbeit. Für die Bühne. Für Kreativität, die nicht direkt an Unterricht gebunden ist. Für Zeit mit Freund:innen. Für das eigene Üben. Für mich.

Ich habe gemerkt, dass sich das verselbstständigt hat. Und so schwer diese Entscheidung ist, ich habe mich entschieden, meinen beruflichen Alltag neu zu strukturieren. Konkret bedeutet das: Ich höre auf mit Einzelunterricht.

Das fühlt sich unfassbar groß an. Nicht unangenehm, aber ehrlich gesagt sehr ungewohnt. Vielleicht wird es in Zukunft kleinere, intensive Präsenz-Formate geben, Kurse zu bestimmten Themen, in denen Sänger:innen gezielt neuen Input bekommen können. Aber das darf sich entwickeln. Jetzt geht es erst einmal darum, Raum zu schaffen, denn ich möchte viel mehr auf die Bühne. Das ist der Ort, an dem ich mich am wohlsten fühle. Am klarsten. Am meisten bei mir. Ich habe in all den Jahren so viel über meine Stimme gelernt, über Ausdruck, über Funktion, über Möglichkeiten. Und ich möchte das jetzt stärker für meine eigene künstlerische Arbeit nutzen.

Gleichzeitig weiß ich auch, dass es nicht reicht, einfach Musik zu machen. Wenn ich auf Bühnen stattfinden will, braucht es Sichtbarkeit. Netzwerken. Booking. Und das braucht Zeit und Fokus.

Diese Zeit nehme ich mir jetzt bewusst.


Genau daraus ist VocalOrbit entstanden.

Ein 6-Schritte-Programm für Sänger:innen, die das Gefühl haben, stimmlich auf der Stelle zu treten. Die merken, dass sie mit ihren bisherigen Gewohnheiten nicht weiterkommen und gleichzeitig spüren, dass da noch mehr möglich ist.

Mehr Freiheit im Klang.
Mehr Leichtigkeit in der Höhe.
Mehr Kontrolle darüber, was die eigene Stimme wirklich macht.
Mehr Ausdruck, der nicht festgehalten wirkt, sondern natürlich fließt.

Oft fehlt der klare Zugriff darauf. Aber genau darum geht es: Die eigene Stimme wirklich zu verstehen. Zu verstehen, wie sie funktioniert und sie gezielt weiterzuentwickeln, statt sich auf Zufälle zu verlassen. Ich habe all das, was ich über Jahre im Einzelunterricht erarbeitet habe, in einen klaren Prozess übersetzt. Einen Aufbau, der Schritt für Schritt funktioniert und nicht dem Zufall überlässt, ob sich etwas verändert oder nicht.

Vielleicht kennst du das. Im Unterricht öffnet sich plötzlich ein Ton. Eine Höhe wird frei. Es fühlt sich leicht an. Und sobald du den Raum verlässt, ist es wieder weg. Fortschritt passiert, aber er ist nicht greifbar. Nicht wiederholbar. Nicht wirklich kontrollierbar.

Genau mit diesem Thema kommen viele Sänger:innen zu mir. Ein Beispiel, das ich erzählen darf:

„Ich nehme jetzt seit fünf Jahren Unterricht, aber ich spüre keinen Fortschritt mehr. Am Anfang schon, aber jetzt laufe ich im Kreis.“
„Funktioniert denn etwas nicht so, wie du es gerne hättest?“
„Eigentlich klappt das meiste. Ich muss nur nach drei bis vier Liedern eine Pause machen und den Blubberschlauch benutzen. Wenn ich das nicht tue, werde ich heiser. Aber das muss doch nicht so sein, oder?“

Erstmal ist es normal, dass die Stimme heiser wird, wenn Töne auf eine bestimmte Art produziert werden. Aber es muss nicht so bleiben. Du kannst lernen zu spüren, was du tust und deine Muster gezielt zu verändern. Und genau da setzt VocalOrbit an. Es geht nicht darum, noch mehr Übungen zu machen. Sondern darum, unbewusste Funktionen bewusst zu machen. Denn was du wahrnehmen kannst, kannst du auch verändern. Du kannst es trainieren. Du kannst es wiederholen. Und du kannst anfangen, deiner eigenen Stimme zu vertrauen. Daraus entsteht Selbstbewusstsein. Du kommst weg von dem Gefühl, mal zu sehen, was heute rauskommt. Hin zu einem klaren inneren Wissen, dass du weißt, wie du klingen wirst.

In den letzten Jahren habe ich immer mehr Anfragen für Online-Unterricht bekommen. Lange habe ich das abgelehnt, weil mir die persönliche Arbeit vor Ort sehr wichtig ist und ich schlicht ausgelastet war. Aber genau hier fühlt sich VocalOrbit richtig an. Nicht als Ersatz, sondern als neue Form. Ein Online-Mentoring über 6 Monate, das Tiefe ermöglicht, Struktur gibt und gleichzeitig vielen Menschen Zugang zu meiner Arbeit eröffnet, die ich sonst gar nicht erreichen könnte.

Für mich fühlt sich das stimmig an, weil es Entwicklung ermöglicht, ohne mich wieder in die gleiche Enge zu bringen.
Weil es Raum schafft für die Arbeit mit Stimmen und für meine eigene künstlerische Arbeit.

Und genau deshalb fühlt sich dieser Schritt für mich nicht wie ein Ende an, sondern wie eine Weiterentwicklung.


Stay tuned, alle Infos kommen hier oder direkt in dein Postfach, wenn du im Newsletter bist. VocalOrbit geht bald live.


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Die “RICHTIGE” Atmung (2)